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Asthmakontrolle: Warum sie oft unzureichend ist

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Das Wichtigste in Kürze: Eine aktuelle Studie des forsa-Instituts zum Stand der Asthmakontrolle in Deutschland zeigt, dass bei über 60 % der Befragten ihr Asthma nicht gut kontrolliert ist bei den über 60-Jährigen sogar bei mehr als 70 % der Befragten. Die Ursachen dafür sind vielfältig, u. a. fehlende Therapietreue, fehlerhafte Anwendung von Inhalatoren und eine unzureichende Auseinandersetzung mit der Krankheit. Warum die Ergebnisse auch für Sie relevant sind und was Asthmakontrolle überhaupt ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Studie zusammen mit forsa

Obwohl die Möglichkeiten der Asthmatherapie immer wirksamer und effizienter werden, verbessert sich die Asthmakontrolle bei Betroffenen nicht im gleichen Maß. Um ein aktuelles Bild zu Asthmatherapie und -management in Deutschland zu erhalten, hat Berlin-Chemie gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa eine Patientenbefragung durchgeführt. Für die Umfrage wurden 1.002 Erwachsene mittels Online-Fragebogen interviewt, die innerhalb der letzten zwölf Monate Asthmabeschwerden hatten.

Was ist Asthmakontrolle?

Etwa die Hälfte der Befragten der Studie wusste nicht, was Asthmakontrolle bedeutet. Vereinfacht gesagt heißt es: Wie sehr schränkt das Asthma Sie im Alltag ein? Ziel der Kontrolle ist es, zu überprüfen, ob Sie so wenig Beschwerden wie möglich haben und Ihr Leben normal genießen können. Mit einem Asthmakontrolltest, zum Beispiel im TheraKey Portal, können Sie das selbst überprüfen.

Asthmakontrolle wird in drei Kategorien unterschieden: kontrolliert, teilweise kontrolliert und unkontrolliert. Die Einschätzung bezieht sich auf einen Zeitraum von vier Wochen und wird anhand von vier Parametern getroffen: nächtliches Erwachen durch Beschwerden, Symptome tagsüber, die Nutzung von Bedarfsmedikamenten und Einschränkungen im Alltag. Die Asthmakontrolle stellt eine kurzfristige Einschätzung dar. Wenn das Asthma länger als zwölf Monate kontrolliert ist, spricht man von Asthmaremission. Diese zeichnet sich zusätzlich durch das Ausbleiben von Exazerbationen (Verschlechterungen), keinen Bedarf an Kortisontabletten und eine stabile Lungenfunktion aus.

Die Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf

Die Studienergebnisse belegen, dass eine unzureichende Asthmakontrolle weitverbreitet ist: 61 % der Befragten hatten keine gute Asthmakontrolle (davon 38 % teilweise und 23 % schlecht kontrolliert).

forsa. Befragung Asthma 2024

Trotz dieser Ergebnisse ist die Hoffnung auf ein dauerhaft beschwerdefreies Leben durch konsequente tägliche Medikamenteneinnahme bei fast der Hälfte der Befragten vorhanden, unabhängig vom aktuellen Grad ihrer Krankheitskontrolle. Demgegenüber steht die Skepsis jedes Fünften, der eine ständige Symptomfreiheit für unerreichbar hält. Hier zeigt sich ein klarer Zusammenhang: Je stärker die täglichen Einschränkungen durch das Asthma, desto geringer schätzen die Betroffenen ihre Chancen auf ein symptomfreies Leben ein.

Hinsichtlich des Asthma-Selbstmanagements gaben zwei Drittel der Teilnehmenden an, bereits einen medizinischen Fragebogen zu ihrer Erkrankung ausgefüllt zu haben. Dies geschah jedoch fast nie aus eigener Initiative. Des Weiteren hatten 75 % eine Schulung zur korrekten Anwendung ihres Inhalators erhalten, 21 % der Befragten hatten jedoch noch nie eine solche Schulung absolviert.

Deutlich schlechtere Asthmakontrolle bei Älteren

Auffällig bei den Ergebnissen ist zudem, dass die über 60-jährigen Studienteilnehmenden eine noch schlechtere Asthmakontrolle hatten, nur 27 % hatten eine gute Asthmakontrolle. Zudem hatte diese Altersgruppe häufiger Symptome am Tag und mehr Alltagseinschränkungen. Die Herausforderung bei dieser Altersgruppe ist, dass Asthmabeschwerden oft als altersbedingt hingenommen werden, obwohl natürlich auch sie von einem gut kontrollierten Asthma profitieren und ihre Lebensqualität dadurch verbessern könnten.

Warum ist die Asthmakontrolle so schlecht?

Die Ursachen der Studienergebnisse sind vielfältig. Ein zentrales Problem ist allerdings die Wahrnehmung von Asthma als akut-episodisch statt chronisch. Das bedeutet, dass viele Betroffene nur in akuten Fällen Medikamente anwenden und bei geringeren Beschwerden die Dosis reduzieren oder sogar vollständig weglassen, was man als fehlende Adhärenz, also Einnahmetreue, bezeichnet. Dieser Effekt wird durch die sofort spürbare Wirkung von Bedarfsmedikamenten im Vergleich zur Dauertherapie verstärkt – sie werden dadurch als wirksamer wahrgenommen. Dabei ist die entzündungshemmende Dauertherapie für die Asthmatherapie und -kontrolle zentral und stellt mittlerweile die Basis der Asthmatherapie dar, da Asthma eine chronisch-entzündliche Erkrankung ist. Neben der fehlenden Therapieadhärenz sind die fehlerhafte Inhalatoranwendung und auch die geringe Auseinandersetzung mit der Krankheit weitere Faktoren für die schlechte Asthmakontrolle. Asthma- und Inhalatorschulungen sind wichtige Maßnahmen, die beispielsweise im Rahmen eines Disease-Management-Programms in den Praxen umgesetzt werden können.

Relevanz für den Alltag

Diese Ergebnisse zeigen uns, dass beim Thema Asthmakontrolle noch Luft nach oben ist. Ein gut kontrolliertes Asthma ist der Schlüssel für Ihre Lungengesundheit. Wenn das Asthma dauerhaft gut eingestellt ist, beugen Sie bleibenden Funktionseinbußen und plötzlichen Schüben (Exazerbationen) effektiv vor. Das Beste daran: Sie haben es selbst in der Hand! Durch eine konsequente Therapie können Sie Ihre Lebensqualität aktiv mitgestalten. Zentral dabei ist, dass Sie sich an die Therapieempfehlungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin halten und Ihre Medikamente gewissenhaft einnehmen. Je besser Sie sich mit Ihrem Asthma auskennen, desto wirksamer können Sie mit der Krankheit umgehen. Sinnvoll sind Schulungen zum Umgang mit Asthma und zur Anwendung des Inhalators, um Anwendungsfehler zu vermeiden. Ein weiteres Mittel sind Selbstmanagement-Tools wie ein Peak-Flow-Meter oder ein Asthmatagebuch. Damit lernen Sie Ihr Asthma kennen und können auch erkennen, wenn Ihre Therapie nicht wirksam ist und angepasst werden muss. Viele hilfreiche Informationen und auch Werkzeuge zur Asthmakontrolle finden Sie im TheraKey! Das Portal enthält zahlreiche nützliche Funktionen, die Sie bei Ihrer Therapie unterstützen können.

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